Methylsulfonylmethan zum Abnehmen
Nahrungsergänzungsmittel

Methylsulfonylmethan zum Abnehmen

Methylsulfonylmethan, kurz MSM wird als neues Wundermittel beim Abnehmen gepriesen. Das ist schon mit vielen Nahrungsergänzungsmitteln und Tinkturen aus dem Chemielabor der Fall gewesen. Meist sind die Präparate nicht ganz ungefährlich und führen nur in sehr speziellen Fällen zum gewünschten Erfolg. Bei Metyhlsulfonymethan ist das möglicherweise anders. Zumindest sind bisher keine Nebenwirkungen bekannt.

Warum ist Schwefel in der Ernährung wichtig?

Methylsulfonylmethan soll in der Ernährung so eine tolle Rolle spielen, weil der darin enthaltene Schwefel dem Körper zugute kommt. Es handelt sich bei der chemischen Verbindung um sogenannten organischen Schwefel. Den nimmt der menschliche Körper offenbar recht gut an.

Schwefel spielt in der täglichen Ernährung eine wichtige Rolle und wird unterschätzt. Entgegen der landläufigen Meinung besteht bei vielen Menschen ein Schwefelmangel, der zu Erkrankungen wie Bindegewebsschwäche, Grauer Star, Gelenkbeschwerden, Müdigkeit und Leberproblemen führen kann.

Vom Körper verwertbarer Schwefel ist in erster Linie in frischen, unbehandelten Nahrungsmitteln enthalten. Diese Verbindungen zersetzen sich unter dem Einfluss von Hitze und Kälte.
In gekühlten oder erhitzten Nahrungsmitteln ist also weniger bis kein für den Körper verwertbarer Schwefel mehr vorhanden. Davon sind also alle Nahrungsmittel betroffen, die gegrillt, gebraten, gebacken, gekocht oder gedämpft werden. Und natürlich das, was in Kühl- und Gefrierschrank gelagert wird.

Bemängelt wird außerdem oft, dass insbesondere pflanzliche Nahrungsmittel von der Ernte bis zum Endverbraucher lange unterwegs sind. In dieser Zeit werden die Lebensmittel meist kühl gelagert, so dass sich die organischen Schwefelverbindungen zersetzen. Während in der traditionellen Landwirtschaft meist mit Fäkalien und Mist gedüngt wurde, setzen die Großbetriebe heutzutage Kunstdünger ein.

Im Vergleich zu den ursprünglichen, sehr organischen Düngemethoden enthält der Kunstdünger wenig bis keinen Schwefel – die Pflanzen haben also viel weniger Schwefel zur Verfügung, infolgedessen ist in den pflanzlichen Nahrungsmitteln auch weniger enthalten.

Da kommen also viele Faktoren zusammen, die für eine Unterversorgung mit Schwefel sprechen. Aus diesem Grund kann es Sinn machen, Schwefel über Nahrungsergänzungsmittel zu sich zu nehmen. Und das kann sogar für eine Gewichtsreduktion sinnvoll sein.

Natürliches Vorkommen von Schwefel im Körper

Schwefel macht als chemischer Stoff im menschlichen Körper etwa 0,2 % der gesamten Masse aus. Bei einem gesunden und ausreichend ernährten erwachsenen Menschen von 65 kg sind das also 130 g, das ist etwa so viel wie ein halbes Päckchen Butter oder eineinhalb Tafeln Schokolade. Nun liegt der Schwefel aber nicht in reiner Form vor, sondern wird für chemische Verbindungen (Moleküle) benötigt.

Schwefel wird als Bestandteil von körpereigenen Eiweißen benötigt. Die Aminosäuren sind an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt, werden zu Enzymen und Hormonen verbaut und werden für das körpereigene Antioxidans Glutathion benötigt.

Wenn die Rede von Enzymen und Hormonen ist, sollte schon klar sein, dass auch die Verwertung der Nährstoffe aus der Nahrung mit Hilfe von Schwefel in verschiedenen Verbindungen vonstatten geht. Wird beispielsweise Insulin, ein Hormon zur Verarbeitung von Zucker, ohne Schwefel hergestellt, hat es eine andere Form und ist biologisch nicht wirksam. Der Zuckerstoffwechsel ist also gestört.

Bitte nicht falsch verstehen: Schwefelmangel verursacht nicht Diabetes. Dennoch kann ein gestörter Zuckerstoffwechsel schon zu Gewichtsproblemen führen. Aber auch an anderer Stelle wird Schwefel benötigt. Die schwefelhaltige Aminosäure Methionin beispielsweise ist für das Immunsystem wichtig.


Aber auch in den Gelenken kommt Schwefel vor:
Die Gelenkschmiere ist schwefelhaltig, und in der Innenschicht der Gelenkkapseln kommt das Element vor. Gelenkprobleme wie vorzeitige Arthrose werden daher inzwischen mit einer dysfunktionalen oder mangelnden Gelenkschmiere aufgrund von Schwefelmangel assoziiert.

MSM oder Methylsulfonylmethan als Nahrungsergänzungsmittel?

Schwefel als Spurenelement ist in einigen der Allround-Nahrungsergänzungsmittel wie „Vitamine und Mineralstoffe von A bis Z“ und ähnlich toll betitelten Präparaten enthalten. Aber wieviel der Körper davon wirklich aufnimmt, gerade in dieser nicht natürlichen Kombination von Elementen und chemischen Verbindungen, ist immer eine ganz eigene Frage.

Methylsulfonylmethan ist eine Schwefelverbindung, die auch als organischer Schwefel bezeichnet wird und vom Körper aufgenommen wird. Denn die organischen Verbindungen sind die, die auch in den pflanzlichen und tierischen Nahrungsmitteln vorkommen.

DSMO ist eine schon länger als Arzneimittel zugelassene chemische Verbindung, die den Körper ebenfalls mit Schwefel versorgt. DSMO steht für Dimethylsulfoxid. Das Medikament wird im Körper in MSM, also Methylsulfonylmethan, und das Abbauprodukt Dimethylsulfid gespalten. DSMO verursacht einen fischartigen Geruch, der sowohl im Speichel als auch im Schweiß lange vorhanden ist, was den betreffenden Personen meist eher unangenehm sein dürfte.
Abgesehen davon schmeckt das Medikament sehr bitter. Es konnte inzwischen nachgewiesen werden, dass MSM länger im Körper verbleibt als DSMO und besser angenommen wird als das Medikament.

Methylsulfonylmethan ist vielleicht besser unter den chemischen Bezeichnungen Dimethylsulfon oder Sulfonylbismethan bekannt. Es wird unter der chemischen Formel C2H6O2S geführt und kommt ganz natürlich in Kuhmilch und Kaffee vor, ist aber in allen Eiweissen in irgendeiner Form enthalten.

Abnehmen mit MSM Methylsulfonylmethan

Methysulfonymethan kann beim Abnehmen helfen, weil es kaum etwas gibt, das den Energielevel der Zellen so sehr nach oben treibt wie Schwefel. Insofern sorgt MSM dafür, dass Kraft für das Training vorhanden ist, die Muskulatur voller Energie steckt. Zusammen mit den Vitaminen des B-Komplexes sorgt organischer Schwefel außerdem dafür, dass der Körper die eigenen Fettdepots zur Energiegewinnung anzapfen kann und sie dadurch abbaut.

Da Muskelmasse zu einem guten Teil aus Eiweiss besteht, hilft eine ausreichende Versorgung mit organischem Schwefel auch, neue Muskulatur aufzubauen. Denn was hilft die ganze Plackerei beim Sport, wenn dadurch nur langsam Fett abgebaut wird, das umgebende Bindegewebe und die Haut aber schlapp herunterhängen und immer noch einfach nur voluminös aussehen? Organischer Schwefel unterstützt den Körper dabei, im Anschluss an den Trainingsreiz formschöne und feste Muskulatur aufzubauen, die letzten Endes dem Körper sein schlankes, fites und gesundes Aussehen gibt.

Schönere Haut und glatte Nägel dank MSM

Beim Abnehmen leidet normalerweise der gesamte Körper, denn die meisten Menschen setzen auf „FDH“ oder ähnlich radikale Programme. Damit werden dem Körper wichtige Nährstoffe entzogen. MSM funktioniert anders: Du ernährst Dich mehr oder weniger normal und vor allem stellst Du erst einmal auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung um.

Zusätzlich stellst Du Deinem Körper zwischen 500 mg und 5.000 mg MSM täglich zur Verfügung. Das macht einerseits den jede Ernährungsumstellung logischerweise begleitenden Sport effektiver (weil der Energielevel der Muskulatur steigt), trägt aber auch dazu bei, dass der Körper Muskulatur aufbaut.
Außerdem kann der Körper sich besser regenerieren, Haut, Haare und Nägel wachsen gesund und widerstandsfähig nach. Die Haut wird geschmeidiger und verliert Falten, das Haar bekommt mehr Glanz, die Nägel ebenfalls. Außerdem werden Haar und Nägel vermutlich erst einmal fester.

Ein Teil der positiven Wirkung von MSM basiert darauf, dass das Element Schwefel die Durchblutung des Körpers verbessert, wenn es ausreichend vorhanden ist. Eine bessere Durchblutung bedeutet immer auch, dass alle Teile des Körpers besser mit Energie und Nährstoffen versorgt werden. Auch das wirkt sich natürlich positiv auf die Neubildung von Muskulatur, den Abbau der Fettdepots und die Regeneration von Haut, Haar und Nägeln aus.

Verbesserte Nährstoffaufnahme im Darm dank MSM

Dass die Darmflora mit ihren teilweise erwünschten Erregern maßgeblichen Einfluss auf das Wohlbefinden hat, ist inzwischen hinlänglich bekannt. Der Darm ist ein sehr wichtiger Teil des menschlichen Verdauungstraktes und kann die in der Nahrung enthaltenen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente nicht alleine verarbeiten.

Wären da nicht Bakterien am Werk, würde ein Teil der Nahrung unverdaut ausgeschieden werden. Allerdings vermehren sich allzu oft auch unerwünschte Erreger im Darm, siedeln sich dort dauerhaft an und sorgen für Probleme wie Verstopfung, Blähungen, Sodbrennen, Durchfall oder schlicht Bauchgrimmen. MSM fördert eine gesunde Darmflora, sorgt also dafür, dass sich Dein Darm von unliebsamen Bewohnern befreit und in erster Linie die erwünschten Keime da siedeln können.

Nebenwirkungen sind bislang unbekannt

Hälst Du Dich an die Angaben der Hersteller von organischem Schwefel, musst Du bei der Einnahme von MSM keine Nebenwirkungen befürchten. Solltest Du zu hoch dosieren, wird Dein Körper den überschüssigen Schwefel innerhalb der nächsten 12 bis 24 Stunden selbständig ausscheiden. Denn organischer Schwefel reichert sich nicht im Körper an.

Im Gegenteil: Die Schwefelverbindungen werden benötigt, um die Leber in ihrer Funktion zu unterstützen. Organischer Schwefel trägt also dazu bei, dass Du Deinen Körper entgiftest: Die Leber kann die aus dem Blut gefilterten Abbauprodukte und Giftstoffe über den Harn durch Niere und Harnblase ausscheiden.

Abhängigkeiten sind bei MSM bislang ebenfalls nicht beobachtet worden. Es ist nahezu unmöglich, dass Du eine Sucht entwickelst. Die einzigen Nebenwirkungen, die von wenigen Testpersonen berichtet wurden, waren das bereits genannte verstärkte Haarwachstum. In diesen Fällen ist allerdings eher anzunehmen, dass die betreffenden Personen eventuell von Natur aus ein starkes Haarwachstum haben, bislang aber aufgrund von Schwefelmangel nichts davon bemerkten. Üppiges und kräftiges Haar ist normalerweise ein Zeichen von gesunder und ausgewogener Lebensführung.

Eine Überdosierung mit MSM ist, wie bereits erwähnt, nahezu unmöglich. Denn die überschüssigen Stoffe scheidet der Körper schlicht aus. Allerdings ist MSM eine kostenintensive Angelegenheit: Daher willst Du bestimmt vermeiden, teuren Urin zu produzieren. Halte Dich an die Angaben der Hersteller, was die Dosierung betrifft.

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