Elektrische Muskelstimulation - Abnehmen mit EMS
Abnehmen mit EMS - elektrische Muskelstimulation
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Abnehmen mit EMS

Abnehmen mit EMS wird mitunter auch als „Fitness für Faule“ bezeichnet. Denn bei dieser Methode geht es darum, dass eine elektrische Stimulation der Muskeln gezielt eingesetzt wird, um die Abnehmwünsche der Nutzer zu erfüllen. Die Abkürzung „EMS“ bedeutet also nichts anderes als elektrische Muskelstimulation. Doch wie genau wird diese Methode eingesetzt? Und kannst Du damit wirklich das eine oder andere Pfund auf der Waage verlieren? Wir klären Dich auf!

Was ist EMS?

Bei der sogenannten Elektromyostimulation, sprich EMS, werden elektrische Reize genutzt, um die Muskelzellen zu erregen. Nicht nur beim Fitnesstraining, sondern auch im Bereich der Rehabilitation ist diese Methode häufig im Einsatz. Dazu werden Elektroden oberflächlich an der Haut angebracht, um die Muskeln in den jeweiligen Bereichen gezielt zu stimulieren. Die Frequenz der EMS-Elektroden lässt sich dem Bedarf entsprechend anpassen. Das wiederum bedeutet, dass verschiedene Bereiche der Muskelfasern gereizt werden. Dabei wechseln sich die Reizstromimpulse mit kurzen Pausen ab, während der sich die Muskeln entspannen können.

Während der Reiz ausgesendet wird, zieht sich der Muskel zusammen. Er wird bis an seine natürliche Reizschwelle gereizt. Da die Reize sich in Intervallen mit Pausen abwechseln, werden so die natürlichen Bewegungen eines Muskels nachgeahmt. Es ist also fast so, als würdest Du Deine Muskeln in der Tat trainieren, anstatt nur auf die elektrische Stimulation zu setzen. Diese Reize können im Übrigen auch zusammen mit Bewegung eingesetzt werden. Denn dann ist der Effekt noch größer. Somit kann der gewünschte Muskelaufbau noch schneller vorangetrieben werden.

Dies ist natürlich gut für Deine Figur. Denn mehr Muskeln bedeuten auch, dass Du selbst bei alltäglichen Aufgaben mehr Kalorien verbrennst. Je höher Dein Kaloriendefizit, desto mehr nimmst Du wiederum ab. Allerdings solltest Du wissen, dass sich der EMS-Reizstrom wirklich nur auf Deine Muskeln auswirkt. Hierbei handelt es sich hingegen um kein Ausdauertraining.

Bei welchen Muskeln kann die EMS-Methode angewendet werden?

Die Nutzung von EMS-Reizen zur Muskelkräftigung ist bei fast allen Muskelgruppen denkbar. Selbst Spitzensportler greifen daher auf diese Methode zurück. Inzwischen gibt es nicht nur einzelne EMS-Elektroden, welche für diese Zwecke verwendet werden. Vielmehr können die Elektroden sowohl lokal als auch zur Ganzkörperstimulation verwendet werden. Beim Ganzkörper-EMS kommen spezielle Westen oder Manschetten zum Einsatz. In sie wurden bereits die erforderlichen Elektroden eingearbeitet. Somit können größere Muskelgruppen gleichzeitig gereizt werden.

Passives oder aktives EMS

Während der EMS-Behandlung kannst Du deine Muskeln auch willentlich anspannen oder Dich bewegen. Dann ist von einer aktiven Elektrostimulation der Muskeln die Rede. Beim passiven EMS werden die Reize hingegen ausschließlich von den Elektroden erzeugt, ohne dass Du Deinen Teil zur Muskelkontraktion beiträgst. Die Vorteile des aktiven EMS liegen dabei auf der Hand:

  • eine höhere Kontraktionsstärke
  • EMS wird dadurch wirkungsvoller

EMS in der praktischen Anwendung

Ob bei Spitzensportlern, Menschen mit Muskellähmungen oder zum Abnehmen, die Einsatzmöglichkeiten von EMS sind vielfältig. Wie genau diese vielseitige Methode genutzt werden kann, verraten wir Dir nachfolgend im Detail. Dabei zeigen diese Beispiele klar, dass EMS abhängig vom angedachten Verwendungszweck mit unterschiedlichen Impulsfrequenzen sowie verschiedenen Intervallen genutzt wird. Eine Anpassung an den Nutzer ist somit möglich.

In Deutschland wird EMS vor allem im Fitnessbereich in den letzten Jahren immer beliebter. Im Dezember 2015 gab es hierzulande gut 1.500 Anbieter für Ganzköper-EMS. Dort ließen bereits 140.000 Personen ihre Muskeln mittels der speziellen Elektroden trainieren. Mittlerweile dürften es bereits deutlich mehr Anwender sein. Die EMS-Studios sind in immer mehr deutschen Städten anzutreffen, während die Heimanwendung eher selten stattfindet.

EMS im medizinischen Bereich

Wie bereits angesprochen, wird EMS auch im medizinischen Bereich eingesetzt. Dies zeugt ganz eindeutig, wie wirkungsvoll diese Methode wirklich ist. Das funktionelle EMS ist zum Beispiel eine Sonderform dieser Methode. Dieser Ansatz findet bei Muskellähmungen Verwendung. Die Muskelkontraktionen werden bei diesem Verfahren gezielt koordiniert. Somit können die Patienten dann leichter mit dem Fahrrad fahren oder gehen, was Ihnen ohne EMS nicht möglich gewesen wäre. Über solch eine Muskelschwäche klagen vor allem Patienten, die an einer der nachfolgenden Erkrankungen – und zwar in einem fortgeschrittenen Stadium – leiden:

  • chronische Erkrankungen der Lunge
  • Krebs
  • chronische Herzerkrankungen

Doch auch bei chronischen Rückenschmerzen ist diese Methode mitunter im orthopädischen Bereich im Einsatz. Dank EMS können die Schmerzen vieler Patienten nicht nur gelindert, sondern ihre Rückenkraft auch gestärkt werden. Auch bei der Behandlung von Kniearthrose spricht man von einer schmerzlindernden Wirkung von EMS. Bei diversen Nervenschädigungen und Muskelatrophien ist EMS ebenso im Einsatz. Selbst komplett querschnittsgelähmte Patienten können von EMS profitieren.

EMS für Sportler

Spitzen- sowie auch immer mehr Hobbysportler setzen auf EMS, um ihre Muskeln leistungsfähiger zu machen und die gewünschten Trainingserfolge noch schneller herbeizuführen. Die Anwendung von EMS im Bereich Sport ist wissenschaftlich zudem sehr gut erforscht. Rund 90 Studien haben bereits belegt, dass EMS sich sowohl auf die Schnell- als auch auf die Maximalkraft der Muskeln positiv auswirken kann. Selbst untrainierte Menschen können von diesem Effekt profitieren, wenn sie ihre Muskeln per EMS stimulieren. Damit EMS wie gewünscht wirken kann, müssen jedoch die folgenden Faktoren allesamt zusammentreffen:

  • ausreichend häufige EMS-Anwendungen
  • genügend lange Impulsdauer
  • ausreichend lange Dauer pro Sitzung
  • genügend große Kontraktion der Muskeln
  • die Frequenz der Stimulation sollte zwischen 50 und 100 Hz betragen

Einige Studien haben sogar gezeigt, dass die Effekte von EMS denen eines Krafttrainings sehr nahe kommen. Dies gilt allerdings nur, sofern die Methode korrekt angewendet wurde. Dennoch dürfte spätestens jetzt klar sein, warum EMS auch als eine Art „Krafttraining für Faule“ bezeichnet wird. Immerhin musst Du nichts weiter machen, als Deine Muskeln von außen stimulieren zu lassen. Ein Muskelwachstum wirst Du dennoch verzeichnen können.

EMS für Sportmuffel
EMS anstatt Fitnesstraining – Das „Krafttraining für Faule“

Allerdings bringt das von Dir ausgeführte Krafttraining dennoch einen entscheidenden Vorteil mit. Denn dabei kannst Du Deine Koordination gleichzeitig trainieren. Dies ist per EMS nicht möglich. Daher tust Du gut daran, Deine EMS-Sitzungen auch mit konventionellem Krafttraining zu kombinieren. Denn so lassen sich ohnehin die besten Erfolge erzielen. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, komplexe Fitnessübungen während Deiner EMS-Behandlung auszuführen. Auch das macht die Methode noch effektiver. Viele Experten sehen EMS daher nur als sinnvolle Trainingsergänzung, nicht jedoch als kompletten Trainingsersatz an.

EMS zum Abnehmen

Wie Dir bereits klar sein dürfte, gibt es genügend Beweise, dass die EMS-Technik funktioniert. Sofern Deine Muskeln korrekt sowie häufig genug stimuliert werden, werden sie im Laufe der Zeit kräftiger und dicker. Der gestiegene Grundumsatz und der höhere Kalorienverbrauch sind dabei für Deine Abnehmerfolge verantwortlich. Das trifft allerdings nur zu, sofern Du Dich genauso oder gesünder wie zuvor ernährst. Denn wer plötzlich mehr Kalorien zu sich nimmt, baut kein Kaloriendefizit auf. Im Idealfall ist das Abnehmen mit EMS also mit einer gesunden, ausgewogenen Ernährung zu kombinieren. Sofern Du Deine tägliche Kalorienzufuhr für eine begrenzte Zeit reduzierst, nimmst Du sogar noch mehr ab. Außerdem verbrennst Du während des Trainings viele Kalorien, was Dir beim Abnehmen ebenfalls hilft.

Wie viele Kalorien verbrennt das EMS-Training?

Wenn Du diese Tipps beherzigst, kann sich auch der Kalorienverbrauch während Deines EMS-Trainings sehen lassen. Bis zu 515 Kalorien können in so kurzer Zeit verbrannt werden. Beim Judo wären es in der gleichen Zeit gerade einmal 250 Kalorien. Auch beim Joggen in einem mittleren Tempo würdest Du während der Dauer einer EMS-Session nur auf circa 210 Kalorien kommen. Der Kalorienverbrauch während Deines „EMS-Workouts“ kann sich also sehen lassen.

Für wen ist die EMS-Methode nicht geeignet?

Während die Muskelstimulation mittels der speziellen Elektroden bei den meisten gesunden Menschen bedenkenlos angewandt werden kann, ist EMS für andere Personengruppen gar nicht geeignet. Während der Schwangerschaft solltest Du zum Beispiel auf diesen Trainingsansatz verzichten. Gleiches gilt auch in den folgenden Fällen:

  • Personen, die einen Herzschrittmacher oder ein Implantat haben
  • Menschen mit Epilepsie
  • falls Du an einer Sensibilitätsstörung leidest (wie beispielsweise bei Hautproblemen, Diabetes oder Spastiken)

EMS für Sportmuffel – praktische Tipps

Sofern Dein Arzt keine Bedenken hat, kannst Du das EMS-Training auch als Sportmuffel zum Abnehmen nutzen. Viele Anbieter und Studios werben mittlerweile damit, dass zwei wöchentliche Sitzungen á 20 Minuten vollkommen ausreichend seien. In der Praxis wirst Du schnell merken, ob dem tatsächlich so ist. Dabei solltest Du vor allem auf ein ausgewogenes EMS-Training achten. Denn sonst kann Dein Körper aus dem Gleichgewicht geraten. Das ist gerade dann der Fall, wenn Du einige Muskelgruppen stark trainierst und andere komplett vernachlässigst.

Viele Experten würden Dir zum Beispiel dazu raten, Deine Rumpfmuskulatur gezielt zu trainieren. Denn diese Muskeln sind dafür verantwortlich, Deinen Bauch und Rücken zu stabilisieren. Das ist gerade bei sitzenden Tätigkeiten, die Dich über viele Stunden hinweg an Deinen Schreibtischstuhl fesseln, wichtig. Somit kannst Du möglichen Rückenschäden gleichzeitig vorbeugen.

Dies trifft allerdings nur dann zu, wenn Du Dein EMS-Training unter professioneller Anleitung durchführst. Inzwischen werden im Internet auch EMS-Geräte für die Heimanwendung vertrieben. Dabei kannst Du jedoch viel falsch machen und Deinem Körper wohlmöglich sogar Schaden zufügen. Besser ist es also, wenn Du Dich gleich auf in ein professionelles EMS-Studio machst.

Damit das Training den bestmöglichen Effekt erzielen kann, solltest Du vor jeder Sitzung ausreichend trinken. Denn bei einer EMS-Trainingseinheit kann es durchaus passieren, dass sich viel Wasser in Deinen Muskeln ansammelt. Dies könnte Deinen Kreislauf in Mitleidenschaft ziehen, da dann im restlichen Körper vielleicht nicht mehr genug Wasser vorhanden ist. Also besser von Anfang an genügend Wasser trinken!

EMS für mehr Muskeln
Muskelaufbau mit der EMS-Methode

Fazit

Das EMS-Training kann durchaus zu Deinen Abnehmerfolgen beitragen. Dies trifft aber nur dann zu, wenn Du Dich entsprechend ernährst. Außerdem solltest Du überlegen, ob Du die Kosten für das Training wirklich aufbringen willst. Diese belaufen sich meist auf 20 bis 40 Euro pro Sitzung, so dass schnell eine stolze Summe zusammenkommen kann. Auch das Tragen der verkabelten Funktionskleidung, in welche die Elektroden bereits integriert wurden, ist möglicherweise nicht Dein Ding. Es kommt also auf einen Selbstversuch an.

Noch dazu dauert eine Trainingseinheit in einem EMS-Studio meist nur 20 Minuten an. Wer tatsächlich aus eigener Kraft im Fitnessstudio trainiert, trainiert häufig länger und kann somit meist schneller größere Erfolge sehen. Auch das solltest Du bedenken, bevor Du EMS selbst ausprobierst. Wie bei vielen anderen Methoden auch, kann Dich EMS zwar bei Deinem Abnehmwunsch unterstützen.

Um die Patentwaffe und das schnelle Wundermittel schlechthin handelt es sich dabei allerdings nicht. Noch dazu solltest Du bedenken, dass das Training auch nicht völlig schmerzfrei ist. Die Stromreize wirst Du durchaus merken. Abhängig von Deiner persönlichen Schmerztoleranz kann jeder Impuls mitunter sehr unangenehm sein. Gleichzeitig gilt es jedoch zu bedenken, dass Du einen größeren Teil des Muskels mit EMS ansprechen kannst. Dies ist wiederum ein entscheidender Vorteil im Vergleich zum konventionellen Training.

Weitere Informationen:
http://www.apotheken-umschau.de/Sport/EMS-Fit-durch-elektrische-Muskelstimulation-218835.html
http://www.brigitte.de/gesund/fitness-fatburn/ems-training–fitness-fuer-faule-im-selbstversuch-10191374.html
http://eatsmarter.de/abnehmen/news/ems-training

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  • hallöchen!

    ich bin seit 7 monaten mitglied im bodystreet in meiner stadt und bin mehr als überzeugt von ems training. es mag zwar komisch klingen und auch komisch ausschauen, aber ich rate immer jedem kritiker das mal auszuprobieren. nach 7 monaten habe ich meine rückenmuskulatur ordentlich gestärkt, sodass ich keine rückenschmerzen mehr habe.
    fettabbau war für mich kein thema, aber ich habe dennoch meinen körperfettanteil von 26% auf 21% senken können.
    es funktioniert sehr gut und ist sehr gesund!

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